Christoph Grabitz

Ein besonderes Angebot meiner Kanzlei stellt die Beratung von Mandanten im Umgang mit der Medienöffentlichkeit dar.

Ich reagiere damit auf den Umstand, dass die Strafverfolgungsbehörden zunehmend eine – oft einseitige und von eigenen Interessen gelenkte – “Pressearbeit” zu Lasten von Beschuldigten machen.

Die Folgen für die soziale und wirtschaftliche Existenz der Betroffenen sind oft katastrophal: Ein negatives Bild von einem Menschen hat sich im kollektiven Gedächtnis eingebrannt. Selbst durch einen Freispruch wird dies kaum mehr zu korrigieren sein.

Woran liegt das?

Psychologie und Dynamik eines Strafverfahrens unterscheiden sich von der Psychologie und Dynamik in den Medien. Wer im Strafprozess zu den Tatvorwürfen schweigt, nimmt sein gutes Recht wahr. Wer den Medien gegenüber schweigt, läuft Gefahr den Eindruck zu erwecken, er habe etwas zu verbergen. Es handelt sich, kurzum, um zwei unterschiedliche Welten. In ausgewählten Fällen biete ich Ihnen an, ein Sprachmittler zwischen diesen beiden Welten zu sein.

“Waffengleichheit” im Strafprozess ist in Fällen von besonderem öffentlichen Interesse nicht ohne einen routinierten und manchmal sogar kreativen Umgang mit den Medien zu gewährleisten.

Was kann ich als Ihr Verteidiger hier bewirken?

In einigen Fällen werde ich eine Gegendarstellung für Sie durchsetzen oder eine Rüge vor den Deutschen Presserat bringen. In extremen Fällen ist gar eine Entschädigung in Geld vor den Zivilgerichten für Sie einklagbar.

In anderen Fällen haben wir gemeinsam die Frage zu klären, inwieweit auch die Version des oder der Beschuldigten sowie eventuelle Versäumnisse der Ermittlungsbehörden an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Hinter jeder Straftat befindet sich eine Geschichte. Manchmal sollte diese erzählt werden. Und zwar komplett.

Insbesondere wenn eine mediale Vorverurteilung stattgefunden hat, kann auch eine mediale Rehabilitation angezeigt sein. Ein Beispiel hierfür ist das ZEIT-Dossier aus meiner Feder mit dem Titel “Die Ehre des Rosenkavaliers”. Es handelte sich um einen Justizirrtum in einem Verfahren wegen Totschlags:

>  ZEIT DOSSIER / GRABITZ  (PDF zum Download, 1,1 MB)

In einer freiheitlichen Demokratie kommt den Medien eine wichtige Kontrollfunktion zu. Diese gilt selbstverständlich auch für in einem Strafverfahren Beschuldigte. Sie gilt erst Recht für Menschen, die durch staatlichen Hoheitsakt ihrer Freiheit beraubt und damit für den überwiegenden Teil der Bevölkerung “unsichtbar” sind.

>   Weitere Textauszüge aus Camus “Der Fremde” als Audiofile. (MP3, 3,1 MB)